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Biodiversität: Landwirtschaftskammer Niedersachsen weist auf Bedeutung der Teichwirtschaft hin
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Pressemitteilung vom 14.08.2020
Bereich: Wirtschaft 
Biodiversität: Landwirtschaftskammer Niedersachsen weist auf Bedeutung der Teichwirtschaft hin

Sachkundige Fischwirt*innen können bei aktuellen Forderungen nach mehr Biodiversität und Artenschutz wichtigen Beitrag leisten

Oldenburg – Lichtblick für Niedersachsens Teichwirtschaft: Die Artenschutzdiskussion im Zuge des Niedersächsischen Wegs, die aktuellen politischen Anstrengungen für die Biodiversität sowie neue Ansätze zur Wasserrückhaltung lassen die Teichwirt*innen auf mehr Unterstützung und Wertschätzung ihrer Arbeit hoffen.

Niedersächsische Teichlandschaften und Großteichanlagen gehören zu den Hotspots des Artenschutzes und der Lebensraumvielfalt. So bietet zum Beispiel die traditionelle Karpfenteichwirtschaft mit dem Wasserstau- und Ablassmanagement und den periodisch trockengelegten Teichböden einer Vielzahl geschützter Arten den zunehmend bedrohten Lebensraum und Nahrungsgrundlagen. Es gibt Arten- und Lebensgemeinschaften, die fast nur noch in diesem von Teichwirt*innen aufwändig gepflegten Lebensraum in Niedersachsens Kulturlandschaft überleben können.

Doch die Kosten für Damm- und Stausicherung, Teichböden, Pflanzenkontrolle und Fischbiomassenerhaltung sind hoch. Auch wegen des anhaltend sehr hohen Fraßdrucks auf die Fischbestände durch Kormoran, Reiher, Fischotter und weitere fischfressende Wildtiere steht diese extensive Wirtschaftsform mit der anspruchsvollen Landschaftspflege akut vor dem betriebswirtschaftlichen Aus. Nach Einschätzung des Landesfischereiverbands Niedersachsen e.V. stehen derzeit etwa 500 ha Teichlandschaft in Niedersachsen vor der Pflege- und Bewirtschaftungsaufgabe. Eine solche Aufgabe hätte zur Folge, dass diese Landschaften schnell verbuschen beziehungsweise bewalden. Die ehemaligen Grundwerte –meist bereits nach FFH-Recht besonders wertvolle Schutzgebiete – gingen dabei verloren. „Für das Land Niedersachsen könnte dann eine FFH-Strafe der EU oder ein aufwendiges und kostenintensives Wiederherstellungsgebot drohen“, erklärt Steffen Göckemeyer, Fischereiberater der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, „in anderen Bundesländern gibt es hierzu bereits teure Planungen zur Wiederherstellung.“

Derzeit gibt es in Niedersachsen kein Förderprogramm für Teichwirte, Teichanlagenbesitzer und Fischzüchter, um Artenschutzleistungen nachhaltig auszubauen beziehungsweise zu unterstützen. Das wird auch vom Landesfischereiverband Niedersachsen e.V. kritisch bewertet. Die in Teilen bereits sehr erfolgreichen Kooperationen mit Angelverbänden und Naturschutzorganisationen könnten vertieft und weiterentwickelt werden. Denn Niedersachsens Fischwirt*innen verfügen über erforderliches Fachwissen sowie die entsprechende technische Ausrüstung und wertvolle strukturreiche Anlagen, um unterschiedlichen Arten Lebensraumrefugien bereitzustellen. In Bezug auf den Fischartenschutz betrifft das aktuell besonders zum Beispiel die Arten Äsche, Bachforelle, Karausche, Schlammpeitzger und Edelkrebs.

Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen steht als Beratungsorganisation für die Binnengewässer und Fischlebensräume sowie zur Unterstützung und Sicherung der Teichwirtschaft zur Verfügung.

Bildunterschriften:

Besonders im Augenmerk des Fischartenschutzes: die Karausche (Bild: Dr. Matthias Emmrich/ Anglerverband Niedersachsen e.V.)

Niedersächsische Teichlandschaften und Großteichanlagen – wie hier die Teichwirtschaft Aschauteiche im Landkreis Celle – gehören zu den Hotspots des Artenschutzes und der Lebensraumvielfalt. (Bild: Teichwirtschaft Aschauteiche)

Kontakt:

Steffen Göckemeyer, Fischereiberater
Tel. 0511-36654498
steffen.goeckemeyer@lwk-niedersachsen.d

V.i.S.d.P.:
Jantje Ziegeler
Landwirtschaftskammer Niedersachsen Fachbereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kammermarketing Mars-la-Tour-Straße 1-13 26121 Oldenburg Telefon: 0441 801-200 Telefax: 0441 801-509
Internet: www.lwk-niedersachsen.de
14.08.2020
      bis
05.09.2020
Wirtschaft
Obstbaum-Besitzer*innen gesucht: ZEHN startet niedersachsenweites Ernteprojekt „Gelbes Band“
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Pressemitteilung vom 13.08.2020
Bereich: Behörde 
Obstbaum-Besitzer*innen gesucht: ZEHN startet niedersachsenweites Ernteprojekt „Gelbes Band“

Vom 22. bis zum 29. September 2020 findet die erste bundesweite Aktionswoche unter dem Motto „Deutschland rettet Lebensmittel!“ statt. Das ZEHN (Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen) koordiniert die unterschiedlichen Projekte in Niedersachsen und beteiligt sich mit dem Ernteprojekt „Gelbes Band“.

Oldenburg – Ob Privatperson, Unternehmen, Verein oder Verband: Unter dem Motto „Deutschland rettet Lebensmittel!“ setzen im September zahlreiche Aktive in allen Bundesländern ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung. An der bundesweiten Aktionswoche kann sich jeder und jede beteiligen, sei es mit der Abfallmessung in der Betriebskantine, dem Podcast zur Resteverwertung oder dem Infostand vor dem Supermarkt.

Für die Teilnehmer*innen in Niedersachsen übernimmt das ZEHN die Koordination, informiert und unterstützt bei der Registrierung von Projekten oder leistet Hilfestellung bei individuellen Fragen. Auf der Website www.zehn-niedersachsen.de/aktionswoche und auf der bundesweiten Seite www.deutschland-rettet-lebensmittel.de finden Interessierte mehr Informationen über die Teilnahme an der Aktionswoche.

Das ZEHN bringt sich auch mit einer eigenen Aktion ein: Das Ernteprojekt „Gelbes Band“ richtet sich an Obstbaumbesitzer*innen, die ihre Bäume oder Sträucher nicht selbst abernten. Sei es, weil die Ernte z. B. aus Altersgründen nicht mehr zu bewerkstelligen ist oder weil die Menge den Eigenbedarf oder die zeitlichen Kapazitäten überschreitet. Wer seine Flächen und damit sein Obst mit anderen Selbstpflückenden teilen möchte, kann sich beim ZEHN gelbe Bänder bestellen. An Bäumen und Sträuchern angebracht, signalisieren die gelben Bänder, dass dort ohne Rücksprache kostenlos für den Eigenbedarf geerntet werden darf.

„Wer frisches Obst selbst erntet, lernt Lebensmittel auf eine neue Art wertzuschätzen“, erklärt Rike Bullwinkel, Leiterin des ZEHN. Mit dem Ernteprojekt wird nicht nur Obst verwertet, das ansonsten ungenutzt verderben würde. Durch die eigene Ernte erhalten die Menschen einen anderen Bezug zum Lebensmittel. Das Ernteprojekt „Gelbes Band“ für Streuobstwiesen wurde bereits 2019 in Baden-Württemberg erfolgreich eingeführt. Die Aktion wurde in diesem Jahr mit dem Bundespreis von Zu gut für die Tonne! als vorbildhaftes Projekt gegen Lebensmittelverschwendung ausgezeichnet.

Wer Obstbäume oder –Sträucher besitzt, sei es als Privatperson oder in öffentlicher Hand, und bei dem Ernteprojekt teilnehmen möchte, kann sich unter www.zehn-niedersachsen.de/gelbesband online anmelden oder unter der Telefonnummer 0441 801-576 informieren. Ab September findet sich auf der Website des ZEHN eine Übersicht aller Obstbäume und Flächen, wo geerntet werden darf.

Hintergrund:

Das ZEHN mit Sitz in Oldenburg setzt sich für die Wertschätzung und Handlungskompetenz in Ernährung und Hauswirtschaft ein und baut ein Netzwerk für Fachinstitutionen und Multiplikatoren in Niedersachsen auf. Im Oktober dieses Jahres startet das ZEHN mit dem Ideenwettbewerb „Mit Lebensmittelwertschätzung Schule machen“ ein weiteres Projekt zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung in Niedersachsen.

Die bundesweite Aktionswoche für mehr Lebensmittelwertschätzung ist eine gemeinsame Initiative von Zu gut für die Tonne! des BMEL und der Ministerien der Länder. Sie ist Teil der Nationalen Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung des BMEL. Ein Ziel der Strategie ist es, auf Handels- und Verbraucherebene den Lebensmittelabfall pro Kopf bis 2030 zu halbieren.

Bildunterschrift: Das gelbe Band an Obstbäumen signalisiert, dass dort für den Eigenbedarf geerntet werden darf.

V.i.S.d.P.:
Maren Schulze Öffentlichkeitsarbeit
Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen - ZEHN
Landwirtschaftskammer Niedersachsen
Sedanstraße 4, 26121 Oldenburg
Telefon: 0441 801-572
13.08.2020
      bis
29.09.2020
Behörde
 
Die Julierwärmung der letzten 100 Jahre – hat das was mit der CO2-Zunahme zu tun?
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Pressemitteilung vom 10.08.2020
Bereich: Wissenschaft 
Die Julierwärmung der letzten 100 Jahre – hat das was mit der CO2-Zunahme zu tun?

Grafik 1: Der Juli ist wärmer geworden in den letzten 100 Jahren. Laut DWD um ein gutes Zehntel Celsius je Jahrzehnt. Die Trendlinie vermittelt den Eindruck, als habe es eine gleichmäßige Erwärmung gegeben. Und daraus könnte man die Schlussfolgerung ziehen, die ebenso regelmäßig steigenden CO2-Konzentrationen der Atmosphäre würden dies bewirken.

Schon auf den ersten Blick auf die Jahrestemperaturen einzelner Jahre ist erkennbar, dass der Eindruck einer kontinuierlichen Erwärmung nicht stimmen kann. Die genaue Betrachtung der Julitemperaturreihe ergibt schließlich 2 Teile.

  1. Der Zeitraum 1921 bis 2004: Der Juli zeigt keine Erwärmung.

Grafik 2: Im Betrachtungszeitraum ab 1921 ist der Juli leicht kälter geworden, vor allem ab 1960, erst nach 1980 bis 2004 setzte eine leichte Erwärmung ein, so dass die Trendlinie einen ausgeglichenen Verlauf zeigt, die Linie ist zugleich der Durchschnitt über die 84 Jahre.

  1. Der Monat Juli ab dem Jahre 2005 bis 2020

Grafik 3: Auch über die letzten 16 Jahre ist der Juli nicht wärmer geworden. Allerdings liegt die Regressionsgerade um fast eineinhalb Grad höher als in Grafik 2.

Ergebnis: Der Monat Juli ist durch einen Temperatursprung im Jahre 2005 wärmer geworden. Auf diesem höheren Plateau halten sich die Temperaturen laut DWD Wetterstationen bis heute. Der Juli wurde vor 16 Jahren zu einem angenehmen Hochsommermonat. Wie lange wird sich der Monat wohl auf diesem Niveau halten?

Gibt uns Kohlendioxid die Antwort?

Grafik 4: Die CO2 Konzentration ist seit 1958 überall auf der Welt von 315 ppm auf nunmehr fast 420 ppm angestiegen. Und man staune: Trotz Corona ist auch im Jahre 2020 die CO2-Konzentration im gleichen Maße weiter gewachsen. Kein Stillstand. Dies zeigt, dass die wegen der Pandemie weltweit unfreiwilligen Maßnahmen einer anthropogenen CO2-Reduktion keinen Einfluss auf die Anstiegskurve hatten. Und die Zunahme korreliert auch nicht mit den DWD-Julitemperaturen.

Wir halten fest:

  1. Trotz Corona und der Wirtschaftsreduktion ist die CO2-Konzentration der Atmosphäre im gleichen Maße auch im Jahre 2020 weiter angestiegen.
  1. Auf die Temperaturentwicklung des Monates Juli in Deutschland hat die CO2-Konzentationszunahme überhaupt keinen Einfluss. Der Temperatursprung auf ein höheres Niveau in den letzten 16 Jahren kann mittels CO2 nicht erklärt werden. Ebenso wenig der Stillstand seit 16 Jahren bei den DWD-Wetterstationen.

Wir (Kämpfe/Kowatsch) haben in unseren Artikeln schon des öfteren darauf hingewiesen, dass eine vermehrte Sonnenscheindauer und die Änderung der Großwetterlagen den plötzlichen Temperatursprung einzelner Monate innerhalb der letzten 30 Jahre bewirkt haben.

Der Einfluss des Wärmeinseleffektes (WI) auf die letzten 16 Jahre

Die Wetterstationen in Deutschland sind einer ständigen Änderung durch die menschliche Bebauung und Trockenlegungsmaßnahmen unterworfen. Die Stationen des DWD dürften einen Durchschnitt mit einem mittlerem WI-anteil repräsentieren.. Deshalb soll in der folgenden Betrachtung die Frage geklärt werden wie sich die Temperaturen in ausgesprochenen Wärmeinseln im Gegensatz zu wärmeinselarmen Gegenden in den letzten 16 Jahren entwickelt haben

Der Großraum München ist eine sich vergrößernde Wärmeinsel

In der folgenden Grafik 5 ist die Wetterstation München Stadtmitte im Vergleich zur DWD-Station Holzkirchen aufgetragen. Holzkirchen ist ein südlicher Vorort von München, im sich stets weiter entwickelnden Speckgürtel der Stadt. Auch aufgrund des Autobahnanschlusses und zweier Bundesstraßen nimmt sowohl die Einwohnerzahl als auch die Gewerbeansiedlung rapide zu.

Grafik 5: Julitemperaturentwicklung seit 2005 in München (rot) und Holzkirchen (grün). In der Stadt ist es wärmer. Beide Temperaturverläufe sind ansonsten ziemlich ähnlich steigend. Der Monat Juli wurde an beiden Standorten auch nach 2005 wärmer.

Man beachte: UHI-Effekt und WI-Effekt sind nicht dasselbe. Anhand dieser Grafik 5 lässt sich gut der Unterschied zwischen Wärmeinseleffekt und UHI-Effekt (Stadt-Land unterschied) erklären.

UHI-effekt: Der Stadt-Land Temperaturunterschied beträgt in diesem Falle 2 Grad Celsius, siehe die Differenz zwischen der roten und grünen Trendgerade. Also: Die Wetterstation in der Stadtmitte von München ist stets um 2 Grad wärmer als die Wetterstation im eher noch ländlichen Holzkirchen.

WI-effekt: Der Wärmeinseleffekt ist bei beiden Stationen etwa gleich zunehmend. Zunehmend deshalb, weil die Temperaturen bei beiden Stationen seit 2005 weiter steigen. (siehe den WI-Unterschied zur DWD-Deutschlandgrafik 3)

Zum Unterschied: Sowohl die Stadt München als auch Holzkirchen haben einen hohen Wärmeinseleffektanteil in ihren Juli-Temperaturreihen seit 2005, während der UHI-effekt zwischen beiden Standorten unverändert bei 2 Grad bleibt.

Wetterstationen mit geringem WI-anteil in den letzten 16 Jahren.

Die Grafik 3 der DWD-Deutschlandtemperaturen zeigt seit 2005 eine ebene Trendlinie, es handelt sich um Stationen mit einem mittlerem WI-Anteil.

Als Beispiel einer WI-armen Wetterstation soll hier die Wetterstation im kleinen ländlichen Ort Goldbach bei Bischofswerda östlich von Dresden in der Oberlausitz dienen. Auch dort haben die Sonnenstunden zugenommen und die Landwirtschaft klagt über mangelnden Niederschlag und zunehmende Trockenheit.

Grafik 6: Im ländlichen Goldbach nehmen die Julitemperaturen seit 2005 leicht ab.

Leider hat der DWD den nicht den Normen entsprechenden Standort seiner Wetterstation in Lingen aufgegeben, so dass kein Juliwert 2020 vorliegt. Das „leider“ bezieht sich nur auf diesen Artikel. Bei vorsichtiger Schätzung des Juliwertes 2020 für Lingen ergibt sich jedoch eine steigende Julitrendlinie seit 2005, während die benachbarte Wetterstation Emden wie Goldbach in Grafik 6 eine fallende Trendlinie zeigt.

Zusammenfassung

Die Kohlendioxidkonzentration sind überall auf der Welt seit Messbeginn im Jahre 1958 gleichmäßig deutlich angestiegen und steigen weiter, wobei das Anstiegsintervall in den letzten beiden Jahrzehnten sogar leicht zunehmend ist.

Die Julitemperaturen Deutschlands sind gleichfalls gestiegen, aber nicht kontinuierlich wie die CO2-Konzentration, sondern durch einen Temperatursprung im Jahre 2005. Auf diesem höheren Temperaturplateau befinden wir uns bis heute.

Seit 2005 zeigen die DWD-Wetterstationen einen gleichmäßigen Verlauf. Das hohe angenehme Juli- und damit Sommerniveau wird gehalten. Wetterstationen mit einem hohen WI-anteil werden sogar wärmer, d.h. in deren Umgebung steigen die Julitemperaturen weiter. Bei WI-armen Stationen wird der Monat leicht kälter.

Beantwortung der Überschrift:

Zwischen dem Temperaturverlauf des Monates Juli und der weltweiten CO2-Konzentrationszunahme besteht überhaupt kein Zusammenhang. Wärmeinselarme deutsche Wetterstationen kühlen seit 16 Jahren sogar leicht ab, während die CO2-Werte weltweit zugenommen haben.

Anhand der Grafiken konnte aber erneut gezeigt werden, dass der Mensch durch die weitere Bebauung, Betonierung und Trockenlegung der einstigen freien Naturflächen die Landschaft wärmer und auch trockener macht. Damit vergrößern sich die Wärmeinseln.

Klimaschutz durch CO2-Einsparung ist vollkommen sinnlos, wichtig wäre ein sinnvoller Naturschutz, der die Naturlandschaften Deutschlands erhält. Vor allem sollte die weitere Landschaftstrockenlegung unterbunden werden. Das muss kein Bauverbot sein. Das Regenwasser sollte in den noch etwa 85% der deutschen Freiflächen zurückgehalten werden, damit es wieder versickern und durch Verdunsten die Landschaft im Sommer kühlen kann.

Chris Frey | 9. August 2020

V.i.S.d.P.:
Chris Frey
Europäisches Institut für Klima & Energie
10.08.2020
      bis
06.09.2020
Wissenschaft
Netzwerk Fokus Tierwohl: Landwirtschaftskammer Niedersachsen übernimmt Leitung der Geschäftsstelle Geflügel
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Pressemitteilung vom 07.08.2020
Bereich: Wirtschaft 
Netzwerk Fokus Tierwohl: Landwirtschaftskammer Niedersachsen übernimmt Leitung der Geschäftsstelle Geflügel

Bundesweites Verbundprojekt will Tierhalter*innen bei Tier- und Umweltschutz unterstützen – Bundesministerium fördert Projekt mit 15 Millionen Euro

Oldenburg/Berlin – Startschuss für das Netzwerk Fokus Tierwohl: Das vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) geförderte bundesweite Verbundprojekt soll Tierhalter*innen in Deutschland nachhaltig stärken und dabei unterstützen, Tier- und Umweltschutz, Qualität bei der Produktion sowie Marktorientierung zu priorisieren. Die Koordination des Gesamtprojekts liegt in der Hand des Verbandes der Landwirtschaftskammern (VLK). Die Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen hat die Leitung der Geschäftsstelle Geflügel übernommen.

Das BMEL fördert den Aufbau des bundesweiten Netzwerkes mit einer Summe von 15 Millionen Euro. Über eine Vielzahl von Veranstaltungen in ganz Deutschland soll über eine Laufzeit von drei Jahren den Tierhalter*innen das gebündelte, aufbereitete und fokussierte Wissen zur tierwohlgerechten Haltung von Rindern, Schweinen und Geflügel vermittelt werden. Die Bündelung von wissenschaftlichen Daten, neuesten Erkenntnissen aus der angewandten Forschung, der Modell- und Demonstrationsvorhaben oder anderen aktuellen Projekten erfolgt in tierartenspezifischen Geschäftsstellen. Diese sammeln und bereiten die aktuellen Daten auf und stellen sie den Projektpartner*innen in den Bundesländern für den Wissenstransfer zur Verfügung.

„Wir sehen in dem Projekt die große Chance darin, das neue Wissen nicht nur regional, sondern auch bundesweit einheitlich zu transferieren“, erklärt Gerhard Schwetje, Präsident des VLK und der LWK Niedersachsen. „Dabei arbeiten wir nach dem Leitsatz: Aus der Praxis – für die Praxis“, ergänzt Neele Ahlers von der LWK Niedersachsen. In Niedersachsen ist geplant, die themenspezifischen Arbeitsgruppen „Jung- und Legehenne“, „Masthähnchen“, „Pute“ und „Wassergeflügel“ zu gründen.

Die Leitung der Geschäftsstelle Schwein hat die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen übernommen, die Leitung im Bereich Rinder übernimmt der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen.

Die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) e.V. verantwortet gemeinsam mit dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) Deutschland e.V. die zentrale methodisch-didaktische Aufbereitung von Informations- und Schulungsmaterialien sowie die redaktionelle Betreuung der projekteigenen Homepage www.fokus-tierwohl.de. Ein weiteres Teilprojekt, das die DLG und FiBL betreuen, ist die bundesweite Vernetzung der sogenannten Zukunftsbetriebe. Dabei sollen die engagierten Landwirt*innen von insgesamt 150 Betrieben (je 50 geflügel-, rinder- und schweinehaltende Betriebe) beim Austausch untereinander unterstützt werden.

Das Netzwerk Fokus Tierwohl ist eingebettet in das Bundesprogramm Nutztierhaltung als wesentlicher Teil der Nutztierstrategie des Bundes. Mit der Projektträgerschaft dieses Bundesprogramms hat das BMEL die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung beauftragt.

Projekt-Ansprechpartnerin der LWK Niedersachsen: Neele Ahlers, Telefon: 0441 801-364, E-Mail: neele.ahlers@lwk-niedersachsen.de

Fokus Tierwohl: Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen hat bei dem bundesweiten Verbundprojekt die Geschäftsstelle Geflügel übernommen. (Bild: Landwirtschaftskammer Niedersachsen/Ehrecke)

Das Logo des Netzwerks Fokus Tierwohl

V.i.S.d.P.:
Jantje Ziegeler
Landwirtschaftskammer Niedersachsen Fachbereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kammermarketing Mars-la-Tour-Straße 1-13 26121 Oldenburg Telefon: 0441 801-200 Telefax: 0441 801-509
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07.08.2020
      bis
24.08.2020
Wirtschaft
„Smart Forestry“: Der Wald der Zukunft spricht
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Pressemitteilung vom 11.07.2020
Bereich: Wirtschaft 
„Smart Forestry“: Der Wald der Zukunft spricht

„Smart Forestry“: Der Wald der Zukunft spricht

Landwirtschaftskammer Niedersachsen entwickelt mit Ostfalia Hochschule Anwendungsfälle für intelligente Waldsensorik im 5G-Projekt „Smart Country“

Wolfenbüttel/Helmstedt – In engem Austausch mit der Landwirtschaftskammer Niedersachsen erarbeitet ein Forschungsteam der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften im Rahmen des 5G-Projektantrags „Smart Country“ der Landkreise Wolfenbüttel und Helmstedt derzeit Anwendungsfälle für den Bereich Wald und Forst. Involviert sind neben den verschiedenen Fachdisziplinen der Hochschule auch die Niedersächsischen Landesforsten, die Stiftung Zukunft Wald sowie das Thünen-Institut.

Unter dem Begriff „Smart Forestry“ nimmt das Teilkonzept verschiedene Anwendungsbereiche in den Fokus, die mittels 5G realisiert werden können. Martin Hillmann aus dem Geschäftsbereich Forstwirtschaft der Landwirtschaftskammer Niedersachsen ist sicher: „Durch die revolutionär neue Technik wird beispielsweise die Inventur von Waldflächen in naher Zukunft auf einen qualitativ bisher nicht erreichten Stand gehoben.“ Der Bestand des Waldes, sein Zustand, seine Vitalität sowie seine Planung werden heute über unterschiedlichste Methoden erfasst und begleitet, über Begehungen, Zählungen, Luftbildaufnahmen, Drohnenflüge.

„5G bietet hier neue Möglichkeiten. Es erlaubt mit seinen speziellen Eigenschaften wie hohen Reichweiten und geringem Energieverbrauch beispielsweise den Einsatz von sehr vielen autarken Sensoren“, erklärt Prof. Dr. Diederich Wermser von der Fakultät Elektrotechnik der Ostfalia Hochschule. Der Baum der Zukunft könnte daher mit Vitalitätssensoren ausgestattet sein und damit unter anderem zu Waldfrühwarnsystemen beitragen, die dynamisch und aktuell vor Trockenheitsschäden, Schädlingsbefall oder aber auch vor Brandgefahr warnen.

Wie geht es dem Baum gerade?

„Im Grunde erzählt uns dann jeder Baum in Echtzeit über die Messwerte, die er liefert, wie es ihm geht. Ist es ihm zu trocken? Zu feucht? Zu kalt? Zu heiß? Gibt es erste Anzeichen von Borkenkäfern? Wie sieht es mit dem Boden aus, in dem er wurzelt? Wie ist die Umgebungsluft?“, erklärt Prof. Dr. Andreas Ligocki, Dekan der Fakultät Maschinenbau. Mittels 5G-Datennetzwerk sollen diese aktuell am Baum erfassten Daten direkt in eine Plattform einfließen, den so genannten „Data-Lake“. Mit den Prozessen, der Datenqualität und Datensicherheit – der so genannten Data-Governance – beschäftigt sich insbesondere Prof. Dr. Ina Schiering aus der Fakultät Informatik. „Dabei geht es darum, wie diese Vielzahl an Daten intelligent analysiert, sicher verwaltet und zielgerichtet für verschiedene Nutzungszwecke aufbereitet werden können“, erklärt sie.

Wald als Lernort

Nutzungsmöglichkeiten der so erfassten und analysierten Daten sieht das Forschungsteam zusätzlich zum Bereich der Frühwarnsysteme in zwei weiteren Anwendungsfällen, die im Konzept „Smart Forestry“ entwickelt werden:

Zum einen entsteht die Möglichkeit, den Wald als Informationssystem und Lernort auszubauen und die digital erfassten Daten der Waldsensorik so aufzubereiten, dass der Wald seinen Besuchern – ob beim Spaziergang, Wandern oder Joggen – „digitale Geschichten“ erzählt, zum Beispiel über digitale Informationstafeln, eine Website oder eine App. Auch der Einsatz von „Augmented Reality“-Brillen – also von Brillen, die dreidimensionale Projektionen in die natürliche Umgebung einblenden können – ist angedacht. Mit dieser Technik könnte dann zukünftig der virtuelle Blick in das Innenleben eines Ameisenhaufens oder eines Baumstamms möglich werden. „Umweltbildung ist zentrales Anliegen unserer Stiftung“, sagt Elisabeth Hüsing, Direktorin der Stiftung Zukunft Wald in Braunschweig. „Unsere Projekte wie die Schulwälder gegen Klimawandel oder der Löwe-Pfad im Lechlumer Holz können durch solche neuen Möglichkeiten zusätzlich an Attraktivität und Anschaulichkeit gewinnen“, ist sie sicher. „Schulwald und Klassenzimmer wachsen näher zusammen. Beim Besuch im Wald erfahre ich Dinge über den Baum, die ich normalerweise nicht sehen kann und zugleich kann ich aus dem Klassenzimmer heraus per App verfolgen, wie es dem eigenen Schulwald gerade geht.“

Vernetzte Holzernte

Der dritte Fokus des Konzepts zielt auf den Nutzen der vernetzten Holzernte ab. Dieser Anwendungsfall sieht vor, dass Holzerntemaschinen als die zentralen Geräte im Ernteprozess in Echtzeit Daten zum vorliegenden Rohstoff Holz übermitteln können. Auf diese Weise sollen Forstbetriebe, Sägewerke und Händler die Möglichkeit erhalten, die zuvor am Tisch geplanten Erntemengen oder Weiterverarbeitungszwecke an die vor Ort vom vernetzten Erntegerät erfassten tatsächlichen Holzqualitäten und Holzmaße ad hoc anpassen zu können. Experimentalflächen dazu sind im Staatsforst des Lechlumer Holzes und im Privatwald des Rittergutes Lucklum geplant. „Wenn wir den Wald als wichtigen CO2-Speicher und Rohstofflieferanten dynamisch aktuell überwachen können, kann das enorm helfen, um auf augenblickliche Erfordernisse wie beispielsweise Klimaeinflüsse, Schädlingsbefall und Marktbedingungen in der Forstwirtschaft schneller in der zukünftigen Planung reagieren zu können“, sagt Friedrich Hanstein vom Niedersächsischen Forstplanungsamt. „Zudem könnten wir über das angedachte Bürgerinformationssystem anschaulich über notwendige Forstarbeiten informieren und sehr kurzfristig vor aktuellen Gefahren bei der Fällung von Bäumen warnen.“

Mehr Infos über das 5G-Projekt „Smart Country“ unter: bit.ly/5G-Projekt

Schnelles Internet für Anwendungen in Land- und Forstwirtschaft, Pressemitteilungen : Landwirtschaftskammer Niedersachsen

bit.ly

5G-Mobilfunk-Projekt mit Beteiligung der Landwirtschaftskammer nimmt erste Hürde – Beteiligte unterzeichnen Absichtserklärung 

Prof. Dr. Ina Schiering (von links) und Prof. Dr. Andreas Ligocki von der Ostfalia Hochschule, Friedrich Hanstein vom Niedersächsischen Forstplanungsamt, Martin Hillmann von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen sowie Elisabeth Hüsing von der Stiftung Zukunft Wald auf dem Campus der Ostfalia Hochschule in Wolfenbüttel. (Bild: Ostfalia Hochschule)

V.i.S.d.P.:
Jantje Ziegeler
Landwirtschaftskammer Niedersachsen Fachbereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kammermarketing Mars-la-Tour-Straße 1-13 26121 Oldenburg Telefon: 0441 801-200 Telefax: 0441 801-509
Internet: www.lwk-niedersachsen.de
11.07.2020
      bis
28.08.2020
Wirtschaft
Artenvielfalt: Bäuerinnen und Bauern gestalten Agrarlandschaft der Zukunft
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Pressemitteilung vom 01.07.2020
Bereich: Wirtschaft 
Artenvielfalt: Bäuerinnen und Bauern gestalten Agrarlandschaft der Zukunft

Neue Anbausysteme: Landwirtschaftskammer Niedersachsen beteiligt sich an Projekt FInAL zur Steigerung der Biodiversität

Braunschweig/Oldenburg – Eine insektenfreundliche Agrarlandschaft weiterentwickeln, in der landwirtschaftliche Betriebe gleichermaßen erfolgreich wie umweltfreundlich arbeiten können: Das ist Ziel des Projekts FInAL, das die Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen zusammen mit Landwirtinnen und Landwirten sowie mit dem Johann Heinrich von Thünen-Institut, dem Julius-Kühn-Institut sowie dem Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) in der Region Braunschweig vorantreibt.

Die Abkürzung FInaL steht für „Förderung von Insekten in der Agrarlandschaft“. Das von der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft geförderte Projekt soll landwirtschaftliche Betriebe dabei unterstützen, alternative Anbausysteme zu entwickeln, in denen künftig mehr Insekten leben können.

„Eine Möglichkeit, Insekten zu fördern, ist der Anbau vielfältiger Feldfrüchte“, erläutert Dr. Annette Bartels, bei der LWK neben Anke Bokelmann eine der Projektkoordinatorinnen. Kulturarten, die zu den Sommerungen oder zu den Trachtpflanzen zählen – also zum Beispiel Öllein und Weiße Lupine – seien für eine Integration in die Fruchtfolge von besonderem Interesse. „Bestenfalls kann über die vielen verschiedenen Kulturen, die zu unterschiedlichen Zeiten zur Blüte kommen, über einen sehr langen Zeitraum ein Nahrungsangebot entstehen, das zum Beispiel blütenbesuchenden Insekten wie Bienen und Hummeln zu Gute kommt“, so Bartels.

Um regionale Insektenpopulationen sowie die Effekte alternativer Ackerkulturen genau untersuchen zu können, haben Landwirt*innen, Wissenschaftler*innen und LWK-Fachleute in der Nähe von Braunschweig zwei je neun Quadratkilometer große Landschaftslabore eingerichtet.

„Dieses Projekt wird zusammen mit Landwirtinnen und Landwirten aus der Region entwickelt und hat dadurch einen sehr engen Praxisbezug“, hebt Kammerpräsident Gerhard Schwetje hervor. „Die hohe Bereitschaft, sich einzubringen, zeigt, dass Artenschutz in vielen Betrieben bereits heute so mitgedacht wird, wie es die mit der Politik und den Umweltverbänden getroffene Vereinbarung ,Der Niedersächsische Weg‘ für die Zukunft vorsieht.“

Der erfolgreiche Anbau einer neuen Kultur hängt von vielen Faktoren ab. „Unsere Entwicklungen sind deswegen möglichst gut an die örtlichen Gegebenheiten angepasst“, betont LWK-Projektkoordinatorin Bartels. Während der Bodentyp bereits manche Kulturen vom Anbau ausschließe, könnten die Art der Bodenbearbeitung, die Saattiefe, der Aussaattermin und die Sortenwahl durchaus Einfluss auf einen erfolgreichen Anbau haben. Bartels: „In den Landschaftslaboren haben wir Gelegenheit, dazu wichtige Erfahrungen zu sammeln.“

Vor allem das Unkrautmanagement kann bei neuen Kulturarten zu einer besonderen Herausforderung werden. Darum haben die Pflanzenbauberater*innen der Bezirksstelle Braunschweig zusammen mit einem Landwirt aus Heiligendorf bei Wolfsburg acht innovative Kulturen nebeneinander ausgesät. Die pflanzenbaulichen Themen können die Projektbeteiligten direkt auf dem Feld diskutieren.

„Auf dem Feld stehen Sojabohnen, Weiße Lupine, Zuckerhirse, Öllein, Sonnenblume, Hanf, Färberdistel und Buchweizen“, berichtet Bartels. „Diskutiert wird auch über Möglichkeiten einer Vermarktung beziehungsweise einer Verwertung – denn erst über eine gesicherte Abnahme der Ernteprodukte und eine gesicherte Bezahlung ist der Anbau interessant für die Betriebe.“

Das Interesse an dem Versuchsfeld bei Wolfsburg ist groß – deshalb bietet die LWK-Bezirksstelle Braunschweig trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie Besichtigungstermine an. Ansprechpartner hierfür ist Jan Christoph Weber.

Das Projekt FInAL genießt auch bei der Europäischen Kommission Aufmerksamkeit: Prof. Dr. Jens Dauber vom beteiligten Thünen-Institut stellte FInAL unlängst bei einem Webinar der Generaldirektion der Europäischen Kommission vor. Die Generaldirektion ist für die EU-Politik im Bereich Landwirtschaft und ländliche Entwicklung zuständig und befasst sich mit allen Aspekten der gemeinsamen Agrarpolitik.

„Hummel_auf_Weißer_Lupine_1“:

Eine Hummel fliegt auf einem Versuchsfeld der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen bei Wolfsburg die Blüte einer Weißen Lupine an: Über einen möglichst langen Zeitraum im Jahr ein Nahrungsangebot für Insekten zu schaffen ist ein Ziel des Projekts FInAL, das die LWK zusammen mit Landwirt*innen sowie mehreren Forschungsinstituten im Raum Braunschweig umsetzt. Foto: Bartels/Landwirtschaftskammer Niedersachsen

„Biene_auf_Öllein_1“:

Eine Biene sitzt auf einem Versuchsfeld der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen bei Wolfsburg auf einer Öllein-Blüte: Das Nahrungsangebot für Insekten in der Agrarlandschaft zu verbessern ist ein Ziel des Projekts FInAL, das die LWK zusammen mit Landwirt*innen sowie mehreren Forschungsinstituten im Raum Braunschweig umsetzt. Foto: Bartels/Landwirtschaftskammer Niedersachsen

V.i.S.d.P.:
Wolfgang Ehrecke
Landwirtschaftskammer Niedersachsen Fachbereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kammermarketing Mars-la-Tour-Straße 1-13 26121 Oldenburg Telefon: 0441 801-200 Telefax: 0441 801-509
Internet: www.lwk-niedersachsen.de
01.07.2020
      bis
18.08.2020
Wirtschaft
Anwendung von Essig, Salz & Co. zur Unkrautbekämpfung verboten
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Pressemitteilung vom 27.06.2020
Bereich: Wirtschaft 
Anwendung von Essig, Salz & Co. zur Unkrautbekämpfung verboten

Landwirtschaftskammer: Unkrautvernichter nur auf gärtnerisch genutzten Flächen im Hausgarten erlaubt – Bei Verstößen drohen Bußgelder

Hannover/Oldenburg – Wenn das Unkraut wächst, dann nimmt das Jäten von Hand und der Einsatz der Hacke viel Zeit in Anspruch. Da ist der Griff zur Pflanzenschutzspritze und die Anwendung eines Unkrautvernichters verlockend.

Unkrautvernichter dürfen allerdings nur auf gärtnerisch genutzten Flächen im Hausgarten angewendet werden: Darauf macht das Pflanzenschutzamt der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen aufmerksam. Die Anwendung auf Nichtkulturlandflächen wie zum Beispiel Wegen, Bürgersteigen, Garagenzufahrten, Terrassen, Straßen, Parkplätzen und Hofflächen ist generell verboten.

Dieses Verbot gilt nicht nur für Pflanzenschutzmittel, die zur Unkrautvernichtung zugelassen sind, sondern auch für Essig, Salz oder für Grünbelagsentferner oder Steinreiniger, die als Biozide im Handel frei erhältlich sind. Die Anwendung auf solchen Flächen stellt einen Verstoß gegen pflanzenschutzrechtliche Bestimmungen dar und kann mit Bußgeld geahndet werden.

Fazit:

Finger weg von Mitteln zur chemischen Unkrautvernichtung auf allen Nichtkulturlandflächen – egal ob mit Pflanzenschutzmitteln, Steinreinigern, Salz oder Essig!

Es bleiben nur alternative Methoden wie mechanisches Entfernen, Heißwasser-Hochdruckreiniger oder Abflammen (Vorsicht: Brandgefahr bei trockenem Wetter!), mit denen man die Flächen sauber halten kann – auch wenn dies aufwendiger ist.

Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie beim Pflanzenschutzamt der LWK unter den Telefonnummern 0511 4005-2428 oder -2178.

Unkrautvernichter dürfen nur auf gärtnerisch genutzten Flächen im Hausgarten angewendet werden. Generell verboten ist der Einsatz hingegen auf Garagenzufahrten (Foto), Wegen, Bürgersteigen, Terrassen, Straßen, Parkplätzen und Hofflächen. Dies gilt nicht nur für Pflanzenschutzmittel, die zur Unkrautvernichtung zugelassen sind, sondern auch für Essig, Salz, Grünbelagsentferner und Steinreiniger. Foto: Ehrecke/Landwirtschaftskammer Niedersachsen

V.i.S.d.P.:
Wolfgang Ehrecke
Landwirtschaftskammer Niedersachsen Fachbereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kammermarketing Mars-la-Tour-Straße 1-13 26121 Oldenburg Telefon: 0441 801-200 Telefax: 0441 801-509
Internet: www.lwk-niedersachsen.de
27.06.2020
      bis
15.08.2020
Wirtschaft

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